Ofen- und Keramikmuseum

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken eine Kachel aus meinem Ofen schenken.

(Joachim Ringelnatz, 1883 -1934)

Das älteste und bedeutendste Ofenmuseum Deutschlands ist im Dachgeschoss der denkmalgeschützten Ofenfabrik Schmidt, Lehmann untergebracht.

Ausgehend vom Berliner Kachelofen, der Veltens weltweiten Ruhm begründet, eröffnet sich auf ca. 900 m² ein Rundgang durch ca. 300 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte des Ofens.

Zudem erhalten Sie Einblicke in Keramikgeschichte insbesondere der Mark Brandenburg des 20. Jahrhunderts mit deutlichen Bezügen zur Klassischen Moderne.
Durch die Verbindung von Museum und Ofenfabrik präsentiert sich das Gelände  als ein lebendiger Kulturstandort an historischem Schauplatz.
Markant freistehend  in der Veltener Wilhelmstraße ist das Gebäudeensemble der Ofenfabrik eines der letzten Zeugnisse der einstigen Stadtsilhouette. Zurecht steht das Gebäude mit seinen Maschinen aus technik-, industrie- und stadthistorischen Gründen unter Denkmalschutz.

Museum im Denkmal: Was haben wir vor?

Hedwig Bollhagen Museum 

Es war mein Bestreben, keine modischen Schlager, sondern einfache, zeitlose Dinge zu machen.
(Hedwig Bollhagen, 1907-2001)

Das Goethe-Institut kürte die Keramikerin Hedwig Bollhagen 2006 unter die 10 besten deutschen Designer. Ihre zeitlosen Gebrauchskeramiken, viele davon Form-Klassiker, signierte sie mit einem schlichten wie markanten HB. Ihr keramischer Nachlass mit 1.600 Objekten, eine Sammlung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, steht auf der Liste des nationalen Kulturgutes. 

In dem Hedwig Bollhagen Museum können Sie die künstlerische Entwicklungsgeschichte HBs nachempfinden und besondere Einzelstücke aus Ihrem Atelier entdecken. Lassen Sie sich von der außergewöhnlichen Lebensgeschichte mitreißen und erfahren Sie, wie viel Geschick es braucht, um Gebrauchskeramik zu bemalen!

Die Ausstellungsszenographie entwickelt sich auf ca. 300 qm anhand ihres frühen Dekors „Fadenkaro“ in feinen Linien und konzentrischen Kreisen.  Die Ausstellungsarchitektur: Zunächst eher atmosphärisch verdichtet, öffnen acht Dachflächenfenster einen lichtdurchfluteten, modernen Raum mit fast raumhohen Tageslichtvitrinen - eine Besonderheit in der deutschen Museumslandschaft.

Designklassiker in preisgekrönten Museumsräumen

Schornsteinfegermuseum

Das Leben ist, Gott sei Dank, kein Tummelplatz großer Gefühle, sondern eine Alltagswohnstube, darin das sogenannte Glück davon abhängt, ob man friert oder warm sitzt, ob der Ofen raucht oder guten Zug hat.
(Theodor Fontane, 1895)

Zum Doppelgeburtstag unserer beiden etablierten Museen gründeten wir im Juli 2025 feierlich das Deutsche Schornsteinfegermuseum. Damit erfährt der Dreiklang am Museumsstandort seine inhaltliche Vervollständigung. Derzeit sanieren wir die ehemalige Schlosserei/Schmiede und hoffen,  Sie 2027 in der Schornsteinfegerausstellung begrüßen zu können. 

Zum Glück gibt´s den Schornsteinfeger (Flyer)